Kreditrechner

Wer einen Kredit aufnehmen will, denkt vermutlich zuerst mit ein wenig Unbehagen an den nötigen Termin mit der Bank. Der Berater wird Fragen nach dem Einkommen stellen, er will Nachweise dafür sehen, um danach ein oder zwei Angebote vorzulegen. Diese sehen im ersten Augenblick recht attraktiv aus, so dass man geneigt ist, sofort zu unterschreiben. Doch genau an dieser Stelle ist es gut, einen Moment nachzudenken. Es wäre nämlich besser, die Angebote mitzunehmen und sorgfältig zu prüfen, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Ein Kreditrechner hilft dabei, alle Optionen auszuloten und auch Alternativen zu kalkulieren, so dass man am Ende die optimale Variante leicht findet.

Der Kreditrechner von kreditrechner.or.at

Mögliche Kreditsummen:

  • 100€ – 1.000.000€

Mögliche Zinssätze p.a.:

  • 1% – 10%

Mögliche Laufzeiten:

  • 1 Monat – 240 Monate
Ihre monatliche Rate: € ---,--

Wozu braucht man einen Kreditrechner?

In der Regel denkt man beim Stichwort „Kreditrechner“ vor allem an Vergleichsrechner und an ein Online-Tool, mit dem sich die Konditionen der verschiedenen Banken problemlos prüfen lassen. Doch das ist nur eine Variante, in der man einen Kreditrechner nutzen kann. Natürlich ist es wichtig, ein Vergleichstool zu nutzen, um die Konditionen und vor allem die Zinsen der Banken zu prüfen und um daraus das optimale Angebot für den persönlichen Kredit zu identifizieren. Das Online-Tool stellt die wichtigsten Anbieter mit ihren Konditionen in einer leicht verständlichen Übersicht zusammen, und es ist dann mit wenig Aufwand möglich, den geeigneten Kandidaten zu finden. Darüber hinaus bietet ein Kreditrechner aber noch weitere Möglichkeiten zur Anwendung. Die wichtigsten Eingaben in einem Kreditrechner sind die Kreditsumme und die Laufzeit. Sie stellen die Eckpunkte einer Finanzierung dar und stehen gemeinsam mit den Zinsen in einem engen Zusammenhang. Mit einem Kreditrechner kann man sehr leicht die erwartete Kreditrate berechnen, so dass man mit wenig Aufwand und innerhalb von kurzer Zeit weiß, wie hoch die Raten für den Kredit sein wird. Vor allem aber ist der Kreditrechner hilfreich, um verschiedene Varianten miteinander zu vergleichen. Man kann nämlich zum Beispiel sehr gut sehen, wie sich die Kreditrate ändert, wenn man die Laufzeit verkürzt oder verlängert oder wie sie sich bei einer Anpassung der Kreditsumme berechnet.

Welche Faktoren beeinflussen die Kreditrate?

Wer mit dem Kreditrechner sinnvoll arbeiten will, muss die drei Eckdaten kennen, die das Ergebnis bestimmen: die Kreditsumme, die Zinsen und die Laufzeit. Alle drei Daten beeinflussen die Monatsrate.

Hohe Kredite lassen die Monatsrate steigen

Die wohl wichtigste Angabe, die der Kreditnehmer zu machen hat, ist natürlich die Höhe der Kreditsumme. Sie hat direkten Einfluss auf die Kreditrate. Prinzipiell gilt der Zusammenhang, dass die Kreditrate pro Monat mit der Höhe der Finanzierung steigt. Je mehr Geld man aufnimmt, desto mehr hat man pro Monat auch zurückzuzahlen. Ein kleiner Kredit lässt sich deshalb in der Regel leichter zurückzahlen als eine hohe Finanzierung. Vor allem bei einer hohen Kreditbelastung sollte man unbedingt beachten, dass die Rate über einen längeren Zeitraum zu zahlen ist. Deshalb sollte man den Kreditbetrag auf keinen Fall höher ansetzen als unbedingt nötig. Es gilt, die Summe für die Finanzierung fundiert zu kalkulieren, damit das aufgenommene Geld für die geplante Verwendung ausreicht. Trotzdem sollte man nicht zu hoch finanzieren, um eine hohe Kreditrate über eine längere Laufzeit zu vermeiden.

Hohe Zinsen treiben die Gesamtkosten

Auch die Zinsen haben einen großen Einfluss auf die Kreditrate. Je höher die Zinsen, desto höher sind auch die Gesamtkosten für den Kredit. Der Kreditnehmer hat am Ende das ausgeliehene Geld zuzüglich der Zinsen zurückzuzahlen. Um die Gesamtkosten zu verringern, ist es natürlich sinnvoll, einen möglichst geringen Zins zu wählen. In gewisser Weise hat der Kreditnehmer selbst Einfluss auf seinen Zins, denn häufig setzen die Banken die Kreditkosten nach dem Einkommen und nach dem Beruf des Kreditnehmers fest. Je mehr man verdient, desto geringer sind dann die Zinsen. Eine hohe Kreditsumme oder eine lange Laufzeit können sich ebenfalls auf den Zins auswirken, wobei beide Kriterien die Kosten häufig steigen lassen. Wenn möglich, sollte man selbst so weit wie möglich Einfluss auf die Zinsen nehmen, um die Gesamtkosten auf einem überschaubaren Niveau zu halten.

Kurze Laufzeiten verursachen hohe Monatsraten

Auch die gewünschte Laufzeit wirkt sich sehr auf die Kreditrate aus. Natürlich wünscht sich jeder Kreditnehmer eine überschaubare Monatsrate für seine Finanzierung. Das gilt umso mehr bei einer langen Kreditlaufzeit. Allerdings muss man beachten, dass eine kurze Laufzeit die monatliche Rate steigen lässt. Selbst wenn man kurzfristig wieder schuldenfrei sein will und sich deshalb für eine hohe Monatsrate über eine kurze Vertragslaufzeit entscheidet, sollte man berücksichtigen, dass man die Kreditrate sicher bezahlen muss. Deshalb ist es im Zweifel besser, die Laufzeit etwas zu strecken und eine Monatsrate zu wählen, die sicher über einen längeren Zeitraum gezahlt werden kann. Bei kleinen Krediten ist es meistens problemlos möglich, eine kurze Laufzeit für den Vertrag anzugeben, weil die Monatsrate dann noch so gering ist, dass sie zuverlässig tragbar ist.

Wie werden die Zinsen berechnet?

Die Zinsen stehen für die Kosten der Finanzierung. Deshalb ist wohl jeder Kreditnehmer an niedrigen Zinsen interessiert. Jede Bank legt die Zinsen nach eigenen Maßgaben fest. Einerseits spielt der Marktzins eine Rolle. Andererseits können die Zinsen aber auch nach der Kreditsumme, nach der Laufzeit und nach dem Verwendungszweck gestaffelt sein. Nicht selten ist auch die Bonität des Kreditnehmers von Bedeutung. Je besser sie von der Bank bewertet wird, desto günstiger sind auch die Zinsen. Die Kreditwürdigkeit richtet sich meistens nach der beruflichen Position und nach dem Einkommen. Bei bonitätsabhängigen Zinsen dürfen Arbeitnehmer in einer gehobenen Position und mit einem entsprechenden Einkommen mit geringeren Kreditkosten.

Wie ermittelt der Rechner die Kreditrate?

Natürlich kann man mit einem Kreditrechner schnell die voraussichtliche Kreditrate berechnen. Das geht aber auch mit wenig Aufwand mit der sogenannten RMZ-Formel. Sie stammt aus den gängigen Tabellenkalkulationsprogrammen wie zum Beispiel Excel. RMZ ist eine Abkürzung, die steht für den Begriff der regelmäßigen Zahlungen. In dieser Formel steht der Zins für den Zinssatz innerhalb des Zahlungszeitraums. Zinssätze werden meistens für den Zeitraum von einem Jahr angegeben. Deshalb muss der jeweilige Zins bei einer monatlichen Zahlweise durch 12 geteilt werden. Der Begriff Zzr bedeutet Zahlungszeiträume. Damit ist gemeint, wie häufig der Betrag gezahlt wird. Wer monatliche Zahlungen will, muss auch den Zins auf den Zeitraum von einem Monat beziehen. Die Abkürzung Bw bedeutet Barwert. Das ist die Summe aller Zahlungen, die in Zukunft geleistet werden. Zw bedeutet dagegen Endwert, das ist der Wert, der nach der letzten Zahlung entsteht. Der Buchstabe F bedeutet Fälligkeit, wobei eine 1 aussagt, dass die Zahlung am Anfang der Laufzeit fällig ist, bei einer 0 steht die Zahlung zum Ende an. Die Formel lautet RMZ(Zins; Zzr; Bw; Zw; F). Das folgende Beispiel verdeutlicht, wie man mit dieser Formel zu einem Ergebnis kommt.

Möchte man einen Kredit über 100.000 Euro aufnehmen und ist ein Zins von 7,25 Prozent bei 72 Monaten Laufzeit mit einem Restwert von 20.000 Euro vereinbart, errechnet sich die monatliche Rate mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms und der RMZ-Formel zu 1.494 Euro. Wer diese Formel als zu kompliziert empfindet und nicht gerne mit Excel und Co. arbeitet, verwendet gerne den Kreditrechner. Er ist nutzerfreundlich und arbeitet mit den gleichen Daten und der gleichen Formel. Es ist dadurch wesentlich einfacher, die voraussichtliche Kreditrate zu ermitteln. Zu beachten ist natürlich, dass sich der Zins als die ausschlaggebende Größe für die Berechnung je nach Angebot der Bank verändern wird. Endgültig Sicherheit zur Höhe der Rate hat man also erst, nachdem ein verbindliches Angebot der Bank vorliegt.

Warum ist es so wichtig, die Angebote zu vergleichen?

Im ersten Augenblick mag ein Zinsvergleich ein wenig umständlich und vielleicht sogar lästig sein. Schließlich sind die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau, so dass es kaum Unterschiede zwischen den Banken zu geben scheint. Das ist allerdings nur teilweise richtig. Unter den Banken herrscht ein reger Wettbewerb um zahlungskräftige Kunden. Die Vergabe von Krediten und Darlehen ist für die meisten Banken ein wichtiger Geschäftszweig, mit dem sie recht viel Geld verdienen. Das gilt unabhängig davon, ob der Kreditnehmer eine Privatperson oder ein Firmenkunde ist. Zwar haben die Banken recht strenge Auflagen, was die Vergabe von Krediten betrifft, und sie werden die Bonität ihrer Kreditnehmer sehr sorgfältig prüfen. Trotzdem werden selbst in wirtschaftlich etwas schlechteren Zeiten viele Kredite zu vernünftigen Konditionen vergeben, denn sie steigern den Konsum und heben die Kauffreude an.

Doch gerade deshalb sind die Angebote der Banken unglaublich unterschiedlich. Deshalb ist es sehr sinnvoll, nicht nur bei der Hausbank nach einem Kredit zu fragen. Zwar kennt man den Berater, und man ist vielleicht schon viele Jahre unter Vertrag, aber es lohnt sich in der Regel durchaus, noch einmal auf dem freien Markt zu vergleichen. Ein Kreditrechner hilft dabei, denn wenn man die Kreditsumme und die Laufzeit weiß und dann den Zins dazu eingibt, hat man schnell die Kreditrate ausgerechnet. Sie lässt sich dann sehr gut vergleichen. Vor allem aber ist sie ein wichtiger Anhaltspunkt, wenn es darum geht, ob man die Kreditlaufzeit verlängern oder verkürzen will oder ob man die Kreditsumme noch einmal verändern will. Wer also günstig finanzieren will, sollte den Kreditrechner unbedingt nutzen, um die Kosten genau zu vergleichen.

Welche Kriterien sind im Kreditvergleich noch wichtig?

Natürlich spielen die Zinsen und damit die Kreditrate eine große Rolle beim Vergleich der Kredite. Sie sind aber nicht allein ausschlaggebend für die Entscheidung. Sehr wichtig ist ein Blick auf andere Konditionen. Dazu gehört zum Beispiel die Flexibilität. Ein flexibler Kredit sollte unbedingt die Vereinbarung enthalten, dass Sondertilgungen und eine Gesamttilgung der Restschuld jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung erlaubt sind. Damit hält man sich die Möglichkeit offen, den Kredit ganz oder teilweise ohne zusätzliche Kosten zurückzuzahlen. Man kann dann einen überraschenden Geldeingang oder Weihnachts- und Urlaubsgeld nutzen, um den Kredit schneller zu tilgen. Damit ist man viel früher als vereinbart schuldenfrei und hat pro Monat wieder mehr Geld zur Verfügung.

Ähnlich wichtig ist die Frage nach einer Veränderung der Tilgung. Gerade bei Krediten mit längerer Laufzeit kann sich im Lauf der Zeit eine Veränderung der finanziellen Situation ergeben. Vielleicht bekommt man unerwartet eine deutliche Gehaltserhöhung, die es erlaubt, jeden Monat mehr zu tilgen. In diesem Fall lohnt es sich, die Tilgung zu erhöhen. Manchmal gerät man aber auch vorübergehend in einen finanziellen Engpass, weil ein Einkommen entfällt, weil der Kreditnehmer längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann oder weil andere Gründe dafür sprechen, die Rate zu kürzen. In diesem Fall ist es sinnvoll, wenn man die Tilgung für eine gewisse Zeit verringern oder sogar ganz aussetzen kann. Solche Vereinbarungen sollten unbedingt in einem guten Kreditvertrag geregelt sein, denn der Kreditnehmer hat dadurch die Sicherheit, dass er mit seiner Bank auch dann eine einvernehmliche Regelung finden wird, wenn es einmal zu unerwarteten Schwierigkeiten kommt.

Nicht zu vergessen bei einem Angebotsvergleich ist die Frage nach einer Absicherung des Kredits. Sie ist besonders wichtig bei Finanzierungen mit einer großen Höhe und mit einer langen Laufzeit. Eine Restschuldversicherung ist gerade bei Darlehen sinnvoll, aber auch bei hohen Krediten sollte man nicht darauf verzichten. Eine Restschuldversicherung ähnelt im Prinzip einer Risikolebensversicherung. Der Kreditnehmer schließt eine Versicherung für seinen Todesfall ab. Sollte er sterben, während der Kredit noch läuft, wird die restliche Summe aus der Versicherungssumme gezahlt. Damit sind die Angehörigen und die Hinterbliebenen von der Verpflichtung entbunden, für den Kredit aufzukommen. Gerade wer eine Familie zu versorgen hat, sollte auf diese Art der Absicherung nicht verzichten. In der Regel lassen sich diese Konditionen nicht auf den ersten Blick aus einem schnellen Kreditvergleich entnehmen. Dazu muss man genauer in die Angebote schauen und die vertraglichen Formulierungen lesen. Allerdings lohnt sich die Mühe, denn man hat dann das gute Gefühl, einen Kredit abzuschließen, der genau zum persönlichen Bedarf passt und der ein Höchstmaß an Flexibilität und Sicherheit gibt.

Fazit: Ein Kreditrechner ist perfekt für den ersten Überblick

Ein Online-Kreditrechner ist sehr gut geeignet, wenn man sich eine schnelle Übersicht über die vermutliche Kreditrate verschaffen will. Man kann damit sehr gut die Monatsrate berechnen und vergleichen. Für einen genauen und detaillierten Vergleich aller anderen Konditionen sollte man allerdings in die Verträge schauen. Die Bedingungen der Banken erschließen sich oft nicht sofort auf den ersten Blick. Da ein Kreditvertrag aber langfristige Verpflichtungen mit sich bringt, sollte der Kreditnehmer unbedingt wissen, was in den nächsten Jahren auf ihn zukommt. Deshalb nutzt man für den idealen Vergleich zuerst den Kreditrechner, um dann einen sorgfältigen Blick in die Angebote der Banken zu werfen, die in die engere Wahl kommen.